Zurück im Flow - raus aus dem Flow
Nachdem dieses Projekt so gut wie es derzeit geht mit dem Leben synchronisiert ist, konnte ich feststellen, dass dieses Synchronisationskontingent vorläufig von dem restlichen Tun abgezogen wurde. Habe ich etwa nur dieses begrenzte Kontingent zur Verfügung?
Ich denke das es sich momentan nur um eine Art der Verschiebung handelt, welche ich für komplett normal halte. Mein Fokus und mein Freude an diesem Projekt ist um einiges größer, als an dem buckligen Rest. Dies zeigt mir, dass ich den richtigen Weg eingeschlagen habe und trotzdem angehalten bin, den Rest so gut es geht weiter zu bespielen.
Das was mich leicht nachdenklich stimmt ist, dass ich nicht so einfach beides auf dem selben Niveau leisten kann. Im Prinzip habe ich keine zwei, sondern deutlich mehr Felder, die beackert werden wollen. Diesen Berg zu stemmen und alles gleich viel zu bespielen ist wohl kaum möglich, zumindest für mich derweil. Was ich früher mit Leichtigkeit gemacht habe, fällt mir heute ungleich schwerer oder bin ich nur selektiver geworden? Das wäre die naheliegende Lösung, der ich mich mal widmen werde.
Aus dem bunten Strauss die Prioritäten neu zu ordnen und sich davon verabschieden alles gleich zu behandeln, klingt definitv gesünder. Der Tag besteht seit der Erfindung der Uhr aus 24 Stunden und ich habe davon nur eine eingeschränkte Zeit zur Verfügung. Soweit so gut, jeder sollte das kennen. Doch wehre ich mich dagegen, klein beizugeben, daher die Neugewichtung der Aufgaben. Ich spreche nicht davon meine Familie zu vernachlässigen, denn die steht ganz oben auf der Liste. Vielmehr geht es um die ganzen restlichen Tätigkeiten.
Hier werde ich mich wohl etwas neu aufstellen müssen, denn ehrlich gesagt, bin ich abseits dieses Projekts etwas aus meinem Flow geraten. Es fühlt sich anders an und das gefällt mir nicht. Die Stellschrauben hier und da werde ich zwangsweise neu justieren müssen, bis ich in einem ähnlichen Flow bin, wie bei diesem Projekt, das witziger Weise als Grundlage keinen Zwang hat. Vielleicht liegt dort genau die Lösung und ich bin etwas zu verbissen mit meinen eigenen Ansprüchen. Da das Wochenende vor der Tür steht, werde ich es nutzen um mich und meine Gedanken neu zu sortieren. Anna sagt immer so schön, ich soll die Leichtigkeit finden. Doch das ist leichter gesagt als getan, wenn manche Dinge essentiell sind und bei einem Vernachlässigen zu Lasten meiner Familie gehen würden. Für mich ein NoGo und zeitgleich ist das Loslassen wohl ein Muss, um weiter daran festzuhallten. Meine Oma hat früher immer gesagt, wer kommt der kommt und wer nicht kommt, der eben nicht. Diese Einstellung führte dazu, dass wir sie öfter besucht haben.
Nun wird es sich zeigen, wenn das Wochenende vorbeigezogen ist, ob ich für mich eine Lösung gefunden habe, bzw. mich neu sortieren konnte. Es ist nicht viel Zeit, doch in meinem Denken sollte sie massig dafür ausreichen, zumindest die Grundlagen festzulegen. Denn wenn ich eines nicht mag, dann aus meinem Flow zu geraten.
