Wir starten erneut durch

Gesundheitlich angezählt und dennoch umtriebig. So könnte ich es wohl zusammenfassen.

Anna liegt danieder und ich bin ausgelaugt. Was soll’s, machen wir das beste daraus und legen einfach los, lassen unseren Gedanken freien Lauf, ohne die Stoptaste zu drücken. Wenn andere in unserer Situation sind, habe ich oft gesehen, dass sie aufgeben. Das Schicksal hat dort einen Sieg errungen. Bei uns sieht es etwas anders aus, denn aufgeben ist keine Option, auch wenn es manchmal zart an die Tür klopft und leise flüstert, dass es Zeit ist. Diese Türen bleiben bei uns verschlossen und wir machen einfach unser Ding, mit Lachen und Weinen, je nachdem was das Gemüt von uns fordert. Der Weg ändert sich dennoch nicht, er geht für uns mit Scheuklappen geradeaus, während in der Ferne etwas zart an die Tür klopft.

PrivatBlick ist vielleicht eine Form unserer Therapie oder zumindest ein Teil davon. Es ist etwas, was uns braucht um zu wachsen, das gibt uns Motivation. Der Gedanke, dass Menschen diese Zeilen lesen ist Ansporn genug. Wir brauchen ein Ventil für unsere Kreativität, die uns sonst erdrücken würde. Manchmal reicht auch ein schnöder Gedanke ohne ihn auszuschmücken. Einfach direkt und ehrlich. Authentisch könnte man dies alles benennen und das sind wir zu 100 Prozent. Wir verbiegen uns nicht, das haben wir in der Vergangenheit nicht getan und somit ist es für die Zukunft ebenfalls ausgeschlossen.

Wir haben die erste Hälfte unseres Lebens hinter uns und die Zeit wird kürzer, jeden Tag, jede Stunde. Das Bewusstsein, dass alles irgendwann mal ein Ende hat ist uns nicht fremd. Um das Warten zu versüßen, leben wir jeden Tag und freuen uns auf morgen. Es ist schon etwas verrückt, dem Unausweichlichen Stunde um Stunde abzugewinnen. Doch wie könnten wir es anders tun? Nein, dass wären nicht wir. Wir haben noch so viel vor und zu erzählen, dass die Zeit ohnehin nicht ausreichen wird, doch das ist okay.

Gas geben, in aller Bescheidenheit gesprochen, das ist das was wir brauchen um zu leben. Nur diesmal etwas reduziert und nicht ganz so engstirnig. Oh ja, ich kann sehr engstirnig sein, wenn es um gewisse Dinge geht. Jeder hat da sein Päcken zu tragen.

Wir verstehen uns als Teil des großen Ganzen und maßen uns nicht an, die Welt zu verändern. Das überlassen wir sehr gern anderen Menschen, die meinen es unbedingt in ihrem Lebenslauf hinzufügen zu müssen und ihren Namen gern in den künftigen Geschichtsbüchern sehen wollen. So sind wir nicht, wir sind ein kleines bescheidenes Zahnrädchen in einem komplizierten Getriebe, das sich unaufhörlich dreht und nie stillsteht. Uns reicht es völlig aus, wenn Menschen wie Du einer bist, unsere Inhalte konsumieren und wir damit ein kleiner Teil ihres Alltags werden. Wir rollen einfach drauf los, ohne genaues Ziel, ohne Karte. Verdammt fühlt sich das gut an und ich habe es so vermisst.

Ein Blick zurück auf unser digitales Leben mit diversen Podcasts, Blogs und Shops üben ein wenig Druck auf dieses Projekt aus. Das ist auch der Grund, warum es komplett privat ist, denn somit sind wir nicht auf Klicks und Käufe aus. Komplett entspannt das tun, was wir schon immer getan haben ist ein Träumchen. Ein weiterer Traum ist es, dass wir in bereits wenigen Monaten wieder fit sind. Ich weiß das aus Träumen eine Realität entstehen kann, wenn man die Weichen richtig stellt. Also gehen wir es an und starten erneut durch.

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Wenn die Induktion nervt