Wenn die Induktion nervt

Aus der Küche ertönt dieses pulsierende monotone Surren, welches wirklich nervt. Als erste Hilfe läuft nun Musik im Raum, doch nervt es nicht erst seit heute. Wir haben uns es seinerzeit vom Küchenlieferanten bei der Planung aufschwatzen lassen.

Induktion wird wohl mit dem heiligen Gral gleichgesetzt und ich finde davon ist es weit entfernt. Vielmehr überwiegen nach diversen Jahren meiner Ansicht nach die Nachteile dieser Technik. Erstens wird nicht die Stärke der Induktion, sondern die Frequenz geregelt, was zu diesem pulsierenden Surren führt. Dazu ist dieses Magnetfeld von Menschen, die etwas sensibler auf ihr Umfeld reagieren, durchaus als störend einzustufen. Im Prinzip frage ich mich seit Jahren, wie wir dieses Kochfeld solange ertragen konnten. Die Rufe nach einer Alternative werden immer lauter, lauter als das Surren. Doch es gibt vieles abzuwegen, bevor eine Entscheidung gefällt wird.

Nur zu gern möchten wir von dem Stromkochfeld weg zu einer etwas rustikaleren Lösung. Doch dies ist in unseren vier Wänden leider nicht ohne Weiteres möglich. Zumindest haben wir bereits den Entschluss gefasst, dass in einem neuen Zuhause keine Induktion mehr ihren Platz finden wird. Denn was viele vielleicht nicht bemerken ist, dass die zubereiteten Speisen von einer Induktion anders schmecken, als beispielsweise einem Gasherd. Das ist so ein energetisches Ding. Vielleicht sind wir unserem Umfeld nur etwas zu aufmerksam eingestellt, doch es ist wie es ist. Leider ist ein Gaskochfeld ebenfalls keine Option, da wir keinen Gasanschluss in der Küche haben. Zwar läuft die Heizung über Gas, was in der heutigen politischen Situation ein faden Beigeschmack bekommt. Auch die Heizung ist ein Thema für ein neues Zuhause. Ich glaube einfach, dass nicht alles besser ist, was der heutige Markt als Augenwischerei so hergibt. Das ich dabei richtig liege, zeigen einige Hersteller, die sich auf die Basics im modernen Gewand besinnen. Ja, sowas wie Omas Kochstelle hat schon seinen eigenen Charm und ist in Teilen sinnvoller als andere moderne Lösungen. Eine gewisse Unabhängigkeit von Energieversorgern und gewissenlosen politischen Entscheidungen klingt für mich nach einem guten Plan. Dazu gibt es etwas mehr Selbstverantwortung, welche ich dem übervorteilt werden auf jedenfall vorziehe.
Ja, ich mag es morgens in einem kalten Raum aufzustehen und erstmal den Kamin zu befeuern, den wir hier nicht haben. Es hat etwas lebendiges und auch wenn die Kaffeemaschine neben unseren Bett morgens etwas Luxus bringt. Zurück ins Bett zu kriechen ist ja kein Hindernis. Doch irgendwie mag ich es, gleich aufzubleiben und etwas zu tun. Also zuerst Kaffee trinken.
Dabei ist ab und an unsere smarte Beleuchtung, die ich mal zu Ausprobieren installiert habe, kein Geschenk, zum Beispiel wenn das Internet mal wieder ausfällt.
Strom ist durchaus nützlich und kommt bekanntlich aus der Steckdose. Doch hier und da darauf zu verzichten, würde zumindest dem pulsierenden Surren des Induktion-Kochfelds ein Ende setzen. In der Steinzeit zu Leben muss ja nicht sein, die Mischung machts.

Derzeit sehe es als wirtschaftlich sinnvoller an, unser künftiges Zuhause komplett neu zu denken. Denn irgendwann sind die Kinder aus dem Haus und ein anderer Wohnort hätte schon etwas. Nicht in der Stadt oder im Dorfkern. Etwas Pampa klingt reizvoll, denn auch wenn es mehr Arbeit bedeutet. Ich denke, ich bin reif für eine Form des Unkomforts, um meinen Lebensgeistern wieder etwas Energie zuzuführen und den Massen zu entfliehen. Etwas mehr Natur und körperlichen Tätigkeiten statt Sportstudio, welches ich ohnehin nicht nutze.
Einfach wieder naturverbundener Leben, was Politik und Wirtschaft ein Dorn im Auge zu sein scheint. Ein einfacheres Leben ist manchmal viel mehr Wert als heutige künstliche Standards. Denn Jeglicher Komfort kommt immer mit einer Schattenseite daher, oder einem Surren.

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