Der Gedanke

Das Wetter scheint heute in eine Softbox eingehüllt. Es will einfach nicht heller sein. Der Himmel ist in einem Weiß-Lichtgrau. An sich schon sehr ruhiger Tag. Wir haben noch Zeit, der Tag ist noch jung.

Die Katze war noch nicht hier. Ich denke, er zieht ein warmes und ruhiges Plätzchen vor. Wie immer halt. Katze eben.

In den vergangenen Tagen war ich meinem Projekt beschäftigt. Das, was ich ursprünglich geplant hatte, kann ich nicht in dem Maße umsetzen, wie ich es gerne hätte. Also musste ich eine Anpassung vornehmen. Mal sehen, wohin das führt. Ich will dafür ausschließlich meine Wollreste verwenden. Und dementsprechend ist es jetzt ein bunteres Projekt. Ob dies ein Kissenbezug, wie vorher geplant, sein wird oder eine weitere Decke sich daraus entwickelt, wer weiß es. Ich bin selbst sehr gespannt, wohin mich meine Fantasie führt und die Wollreste natürlich.

Was mich auch noch die Tage beschäftigt hat, war, dass ich anscheinend noch viel Chaos im Kopf habe, sodass sich keine wünschenswerte Veränderung ergab.

Jetzt bin ich der Misere auf die Schliche gekommen. Es liegt nicht an den Gedanken, sondern an meiner Ungeduld. Wer hätte das gedacht? Der Kreis schließt sich. Und vielleicht noch ein oder zwei Sachen, von denen ich dachte, diese längst abgelegt zu haben. Okay, die sind aufgepoppt um gehen zu dürfen. Sie dürfen, in Dankbarkeit, für den unermüdlichen Dienst, den sie geleistet haben. Erkenntnis. Bewusst-sein. Irgendwie, magisch.

Es fühlt sich absolut gut an.

Heiko hat mir eine schöne Idee unterbreitet. Davon hat er auch ausgiebig berichtet. Und auch diese Idee fühlt sich super an. YouTube.

Gedanklich bin ich schon unterwegs. Spüre den Strandsand unter den Füßen, wate durch Gebirgsbäche, die einfach viel zu kalt sind. Bin mitten im Wald, um den Waldgeist zu besuchen. Stehe am Gipfel eines Berges und lasse mir den Wind um die Nase wehen. Und das alles gemeinsam mit Heiko. Herrlich. Leben, wir sind bereit!

Mein Körper folgt. Unweigerlich. Er kann nicht anders, als mir auf meinem neuen Weg zu folgen, denn jede Faser, jede Zelle spürt diese Veränderung. So ist es.

Neuer Tag. Neue Entscheidung. Neue Ausrichtung. Der Weg zu sich selbst. Mit Freude an sein. Einfach ich, auf Umwegen auf der Zielgeraden. Bis zum letzten Atemzug.

Denn der Weg ist das Ziel.

Meine lieben, bis zum nächsten Mal.

Liebe Grüße

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Keine Bücher - Keine Fotos