Der erste Gedanke
Das hätte ich nun gar nicht erwartet, dass ich schon am frühen Morgen, noch bevor ich meinen morgendlichen Kaffee genoss, überlegte, was ich heute schreibe. Verrückte Sache.
Wie dem auch sei, die paar Geistesblitze hier zu verfassen bringt mich auf andere Gedanken. Denn es handelt sich nicht um gestern und auch nicht um Morgen, sondern ist im Hier und Jetzt. Und das ist eine Herausforderung, denn ich glaube, wie so die meisten Menschen, neige ich dazu gedanklich abzuschweifen. Also ist es für mich eine gute Übungsplattform meinen Fokus zu konzentrieren.
Ich mag es, wenn sich alles stimmig anfühlt. Es ist so ein Gefühl des Friedens, des Loslassens. Es passt einfach.
Die Vorfreude, diese Zeilen hier zu schreiben, war groß. Denn es entspannt mich, macht mir keinerlei Druck. Ich glaube, dass es darauf ankommt sich im Fluss zu befinden, einfach freudig und mit Leichtigkeit die gestellte Aufgabe zu meistern.
Denn unseren Kindern erlauben wir es im Flow zu sein, warum uns selber nicht? Meiner Erfahrung nach brauchen wir es genauso. Vielleicht noch ein bisschen mehr, denn unsere Aufgaben werden nicht weniger, sondern mehr. Für mich klingt das mittlerweile logisch. Nur wenn ich mit mir im Einklang bin, vermag ich die täglichen Herausforderungen als solche zu sehen und nicht nur als Probleme.
Was ich in dieser, für mich und meiner Familie, nicht unbedingt einfachen Zeit, gelernt habe, ist auf sich selbst zu hören. Auf den Körper, auf die Intuition, auf das leise Flüstern, bevor der Kopf die Macht an sich reißt. Das dürfte ich wieder lernen und bin immer noch dabei, denn was Jahrzehnte an erlerntem geschaffen wurde, ist nicht an einem Tag vorbei. An manchen Tagen klappt es super, an anderen muss ich mir wieder bewusst werden, was da wieder loswill. So ist es eben, ein ewiges hin und her. Was für mich zählt ist, das ich es erkannt habe. Und Erkenntnis führt zur Wahrnehmung. Und nur was ich wahrnehme, kann ich bewusst beeinflussen.
Und jetzt sitze ich mit einem Cappuccino/Milchkaffee hier, bin entspannt und genieße das Schreiben. Die Gedanken kommen und gehen und es fühlt sich an, als ob jetzt nichts Wichtigeres zu tun gäbe. Für mich einfach stimmig. Es ist, als ob der lange Weg zum Ziel geführt hat. Na gut, es gab Umwege, aber wer kennt es nicht. Am Ende ist doch alles gut. Vertrauen zu sich selber haben, das ist der Schlüssel. Wenn ich mir selber nicht vertraue, wer soll es sonst tun?
In diesem Sinne, liebe Grüße.
