Logisches Denken ist falsch
Die These ist natürlich Quatsch. Jedoch zeigt sie genau das auf, was unsere derzeitige Gesellschaft lebt. Ich möchte hier gar nicht direkt auf die Politik eingehen, davon habe ich mich weitgehend verabschiedet. Vielmehr geht es um die Psyche des Souverän. Denn diese wirft immer wieder Fragen auf.
Nun habe ich in meinem vergangenen Leben (hört sich netter an, als in der ersten Hälfte), viele Menschen aus den verschiedensten Schichten der Gesellschaft kennenlernen dürfen. Dabei fiel mir immer wieder ein Muster auf, denn nur wenige Menschen fröhnten der Logik. Sie hinterfragten nichts, haben über ihre Worte wenig bis garnicht nachgedacht und sich blind führen lassen. Solange das Leitschaf nichts böses im Sinn hat, geht das gut, doch selbst wenn es etwas böses im Schilde führt, mutieren die Schafe zu Lemmingen.
Das klingt hart, entspricht aber der Wahrheit und so kommt es, dass die meisten Menschen mit Logik nichts anfangen können. Lieber denken und reden sie sich die Situation schön und legen sich es so für sich zurecht, dass keine Konflikte schürt. Was sie dabei vergessen, ist sich selbst treu zu bleiben. Ich habe mich immer wieder gefragt, welche Werte und Ziele sich diese Menschen zur Grundlage gemacht haben. Denn der Unterschied zwischen aufgeben und nach neuen Lösungen suchen ist unendlich groß.
Es war also nur eine Frage der Zeit, bis vielen dieser Menschen auffiel, dass ich nicht so ticke. Somit galt ich als Sonderling, als jemand der zuviel nachdenkt. Ist logisches Denken nun so gefährlich für die Menschen? Nein, es ist nur für die Leithammel ein Dorn im Auge, denn sobald Logik Schwachstellen aufzeigt, wird es für sie ungemütlich. Dabei unterliegt die ganze Natur und das Universum einer gewissen Logik. Sind diese Schafe kein Teil dessen? Dem ist ganz klar nicht so, doch das wirft bei mir die Frage auf, wie diese Schafe wirklich denken, wenn sie denn denken. Es sei erwähnt, dass die meisten schwarzen Schafe sich als Leithammel tarnen.
Je öfter ich mit den Menschen aus den verschiedenen Schichten gesprochen habe, desto mehr wurde mir klar, dass ich nicht so bin und auf keinen Fall so sein möchte. Es wiederspricht vieles dem gesunden Menschenverstand, zumindest nach meinem Denken. Ich habe über die Zeit erst lernen müssen, dass nicht alle Menschen das wissen und verstehen, was ich weiß und verstehe. Mir sind in dieser Zeit auch einige Menschen begegnet, die ich nicht verstanden habe, weil sie mehr wußten und verstanden haben als ich es kann. Mein Anspruch ist auf gar nicht an der Spitze der klugen Köpfe zu stehen. Ich habe für mich entschieden, das logisches Denken ein Muss ist und vorallem ist es essentiell vieles zu hinterfragen. Das gefällt nicht jedem und damit kann ich gut leben, da ich denke, dass mein Gegenüber einfach nicht in der Lage ist adäquate Antworten zu geben. Das ist in Ordnung, wenn es sich bei diesem Menschen um einen netten und authentischen Menschen handelt. Doch Schwindler mit einer Doppelmoral ausgestattet, bringen mich zu gedanklichen Höchstleistungen bis sie aufgeben.
Ich finde logisches Denken ist zu wenig in der Gesellschaft angekommen, zumindest das logische Denken auf gleichen Ebenen. Schubladen oder Kasten sind seit menschengedenken ein Teil der gesellschaftlichen Ordnung. Die Menschen sind meiner Erfahrung nach niemals alle gleich in ihren Möglichkeiten, doch das birgt den Reiz des Neuen. So haben viele Menschen meinen Horizont bereichert, auch wenn ich nicht ihre Ansicht geteilt habe. Doch ich bin daran gewachsen und habe nie aufgegeben meine Meinung zu vertreten. Denn das würde der Logik widersprechen und dann wäre sie falsch, was sie rein logisch nicht sein kann.
